Starke Leistung blieb unbelohnt

Das Team Riedemann/Beinke überzeugte zunächst durch eine starke Leistung, musste jedoch nach technischem Defekt aufgeben.Nach der langen Winterpause ging es für Christian Riedemann und Josefine- Corinn Beinke an diesem Wochenende erstmals mit neuem Ford Fiesta R2 bei der 23. ADAC-Mobil-Pegasus-Rallye Sulinger Land (30.04. – 01.05.2010) an den Start.
Auf heimischem Terrain galt es erste Erfahrungen im neuen Untersatz zu sammeln. Gerade noch rechtzeitig konnten die beim Rollout aufgetretenen Bremsprobleme behoben werden, so dass es dem 22-jährigen Sulinger bereits am Morgen gelang in seinem „Wohnzimmer“, dem IVG-Gelände, zwei Bestzeiten einzufahren. Somit konnte Christian erneut beweisen, dass er, wie schon im letzten Jahr, auch mit den großen „Boliden“ mithalten kann. Jedoch klagte das von der ADAC Stiftung Sport unterstützte Team bereits in der zweiten Runde über einen undichten
Wärmetauscher sowie ein erneutes Problem mit der Bremsanlage. Glücklicherweise konnten diese im Service direkt behoben werden.
Mit einem großen Vorsprung in der Klasse und einem guten dritten Gesamtplatz ging es für die beiden Youngster dann am Nachmittag in die zweite Hälfte. Da sich diese besonders durch ihre Schnelligkeit auszeichneten, wurde es zur echten Herausforderung sich auch neben den wesentlich leistungstärkeren Autos zu behaupten. Trotz einsetzenden Regens konnte das Team weiter auf ihrer Platzierung halten. Doch es folgte ein technischer Defekt auf der Verbindungsetappe zur vorletzten Wertungsprüfung.

„Da es ein ganz neues Auto ist, muss man immer damit rechnen, dass kleine Kinderkrankheiten auftreten können. Aber genau aus diesem Grund sind wir die Rallye gefahren.“, erklärt Christian.
Nach dem ersten Vergleich mit dem Citröen C2R2 zog er folgendes Fazit: „Das Auto verhält sich in langen Kurven sowie auf welligen Strecken gegenüber dem C2 viel ruhiger. Besonders das Reiger Fahrwerk ist überzeugend!“ Allerdings räumt er auch ein, dass der Ford Fiesta R2 durchaus ein wenig mehr Leistung vertragen könnte.
Vor dem ersten WM-Lauf in Portugal Ende Mai müssen jedoch noch einige Änderungen vorgenommen werden, da etwa die dreifache Kilometerzahl zu fahren ist, sind die Anforderung an das Auto dementsprechend höher. Des Weiteren wird die Rallye zu 100% auf Schotter ausgetragen, wodurch natürlich noch einmal zusätzliche Belastung für das Material entsteht. Trotz der bevorstehenden Arbeit, fiebert das Team seiner ersten Teilnahme an der „Fiesta SportTrophy international“ in Portugal (28.05.-30.05.2010) entgegen.