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YRT – Favoritensterben in der Eifel
Walter Gromöller, Georg Berlandy oder Christoph Schleimer?
Alle in verschiedenen Opel Modellen unterwegs und wenn man den Spekulationen vor der Rallye trauen sollte die Topfavoriten. Vielleicht hat ja auch der amtierende Meister Jürgen Lenarz vor seiner Haustür im Opel Kadett C GT/E eine Chance!
Nach der ersten Prüfung am Freitag Abend dann lange Gesichter im Team um Georg Berlandy, der mit Kardanwellenschaden am Opel Ascona A noch auf der ersten Prüfung aufgeben musste und dank Super Rallye Reglement am Samstag wieder zum Start erschien, fast alle Bestzeiten der YOUNGTIMER für sich verbuchen konnte und mit Co Peter Schaaf noch als fünftbester YOUNGTIMER gewertet wurde.
Walter Gromöller, der rund um Sarmersbach, also sozusagen im Wohnzimmer von Jürgen Lenarz die beste Zeit des Abends fuhr, musste dann nach zwei Prüfungen den Manta mit sich androhendem Motorschaden stehen lassen. Dann also Christoph Schleimer im starken Vauxhall Astra GT/E, wie der Kadett GSI auf der britischen Insel genannt wurde. Denkste! Auch dieser Opel war dieses Mal alles andere als zuverlässig….
In der vierten Prüfung, der bekannten Risselsberg-WP, war für das Team Schleimer/Fuchs das Eifel Abenteuer mit Antriebswellenproblemen ebenfalls erledigt. Nun schlug die Stunde von Jürgen Lenarz und Ralf Müller, die im
C-Kadett souverän führten – Darius Drzensla hatte sich mit Achsbruch am Escort schon verabschiedet – und dann ereilte das Schicksal auch den letzten Eifelaner. „Ohne Bremswirkung hinten brauch ich die Lehwald Prüfung nicht zu fahren, so ein enttäuschter Lenarz, der nach der Vulkaneifel-Prüfung aufgab.
So konnte sich einer über den Sieg freuen, dem es wohl jeder gönnt, hatte er doch in den letzten Jahren viel Pech! Aber seitdem er in der Gruppe der YOUNGTIMER unterwegs ist, geht es aufwärts bei Paul Jerlitschka und Dietmar Moch. 1:29:36,30 Stunden benötigten die Remscheider für die 11 Prüfungen über 137,37 Kilometer. Seinen Aufwärtstrend bestätigte Malte Rückert im Porsche 911 RS, der mit Co Ingo Voß als zweitschnellster YOUNGTIMER über die Rampe in Daun fuhr und 1:08,30 Minuten länger auf den anspruchsvollen Prüfungen unterwegs war. Der dritte Platz ging an das Duo aus dem Norden, Axel Schütt und Klaus Finke, die wie die Gesamtsieger im Ford Escort RS 2000 unterwegs waren.
In die Klassen
Das Duell in der Gruppe A bis 2 Liter Hubraum hieß Michael Loock /Jürgen Küven im Peugeot 205 Gti gegen Achim Obermeier /Manfred Fleer im Peugeot 205 Gti. Bis zur WP 10, hier mussten Loock /Küven mit technischen Problemen langsamer machen und sich geschlagen geben.
Stefan Burkart, mit Co Armin Zunftmeister immer mal wieder Gast in der YOUNGTIMER RALLYE TROPHY, kam zu einem Erfolgserlebnis, gewann er doch im Lancia Delta Integrale die Gruppe A-Wertung. Thorsten Busskamp/Ann Kirstin Rassenhövel im BMW 325 i konnten mit einem zweiten Platz die Führung in der Gesamtwertung der YOUNGTIMER RALLYE TROPHY verteidigen.
Dramatisch kann man auch die Entscheidung in der Gruppe N bezeichnen. Waren es Frank Esser und Yvonne Bäumchen, die im Ford Sierra bis zur vierten Prüfung den Ton angaben, musste das Duo nach Felgenbruch und daraus resultierendem Reifenschaden schon alle Siegesambitionen begraben. Dann aber in der vorletzten Prüfung erwischte es Torben Nebel und Alexandra Kopper. Die bis dato Führenden im Peugeot 205 Gti mussten mit defekter Zylinderkopfdichtung den kleinen Franzosen abstellen, somit erbten Esser /Bäumchen noch den Klassensieg.
Nur auf der ersten Prüfung war Rüdiger Baehr der schnellste Porsche. Ab der zweiten Prüfung am frühen Samstagmorgen gab Malte Rückert, mit Co Ingo Voß den Ton in der Gruppe 4 bei den verbesserten GTs an. Auch Wolfgang Schmitz konnte im Ziel lächeln, musste er doch einige Nachtschichten leisten, nachdem er die Alpine Renault A 310 nach einem Unfall auf der Nordschleife als fast irreparabel einstufen musste, aber im Rahmen der Eifel Rallye unbeschadet über die Zielrampe rollen konnte.
Marc Holtschneider und Martin Brack im VW Golf Gti waren bei den 1600ern nicht zu bremsen. Jürgen Schmidt mit Ersatz-Co Gotthard Tischner kam im VW Scirocco mit 2:20 Minuten Rückstand auf dem zweiten Rang ins Ziel.
Pech hatten Peter Mölders und Hans- J. Knoll, gewohnt spektakulär im Audi 80 GT/e unterwegs, sie mussten aus Sicherheitsgründen den Audi mit Radlagerschaden in der Mittagspause abstellen.
In der 2 Liter Klasse der seriennahen Tourenwagen war das Ford Escort RS 2000 Team Carsten Meurer /Martine Victor nicht zu schlagen.
Der zweite Platz ging hier an das Alfa Romeo GTV 6 Team Carsten und Bettina Seyffert vor ihrem Kumpel Olaf Altenheimer der im Porsche 924 turbo von Cornelia Schwan über die Prüfungen diktiert wurde.
Für das Team Helmut Spangenberg /Jürgen Seidel war bereits auf der ersten Prüfung die Rallye beendet. Nach Getriebeschaden war für das favorisierte Team in der 1600er Klasse schnell Schluss.
Michael Eschmann und Manfred Schoder die nun den Ton angaben mussten nach 8 WPs aufgeben und Troels Lundt und Michael Christensen den schnellen Dänen im VW Golf den Vortritt lasen.
12 Teams gingen in der 2 Liter Klasse an den Start, die der Sieger der YOUNGTIMER RALLYE TROPHY Paul Jerlitschka für sich entschied. Für Axel Schütt und Klaus Finke sollte sich die Anreise aus dem Norden der Republik gelohnt haben. Im Kampf um Platz zwei behielten die beiden im Ford Escort RS 2000 mit knapp 16 Sekunden die Oberhand vor dem starken Norbert Zaremba mit Co Georg Kehren im Opel Ascona B. Hinter diesen drei Teams war es dann schon Georg Berlandy mit Co Peter Schaaf, der als Vierter über die Zielrampe fuhr.
Das Duell der B Asconas um Platz fünf entschieden Dieter Jäkel / Michael Seinsche für sich, konnten sie Dirk Strauch und Iris Paulussen auf den letzten fünf Prüfungen des Nachmittags noch auf Platz 6 verweisen.
Unter dem Motto „ultimativ challenge“ steht nun Anfang August die nächste Kultrallye in der Eifel auf dem Programm. Rund um Hillesheim geht 39. ADAC Rallye Oberehe über die Bühne.





