Lars Mysliwietz und die Piesbacher Brombeerhecke

Auch 2011 gehen Lars Mysliwietz (Piesbach) / Oliver Schumacher (Fluterschen) wieder als Lokalmatadoren mit ihrem Citroen C2R2max bei der ADAC Saarland Rallye an den Start (22.-24. September 2011). In den vergangenen Jahren hatte die „Saarland“ für Lars Mysliwietz schon so ziemlich alles gebracht: Gute Divisions-Siege aber auch bittere Ausfälle: 2006 fiel er 2 km vor dem Ziel mit fast 3 Minuten Vorsprung durch Getriebeschaden aus. 2008 hingegen gewann er seine Klasse bei extrem schlechtem Wetter. Im vergangenen Jahr kämpfte der Saarländer mit Bremsproblemen und einem stark fahrenden Thierry Neuville, der letztendlich auch die Nase vorn hatte. Mysliwietz beendete die Saison 2010 als Divisionsmeister und Gesamtdritter der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM).

Lokalmatador freut sich auf Shakedown in seinem Heimatort | (C) Sascha Dörrenbächer

1. Lars, du liegst derzeit auf Platz 5 in der DRM. Wie zufrieden bist du mit dem bisherigen Verlauf der DRM 2011?

Unser Saisonziel den Divisionstitel zu verteidigen haben wir schon vor dem Finale erreicht. Das ist deswegen besonders schön, weil unsere Division sicherlich die am stärksten besetzte in der gesamten DRM ist. Dass unsere Platzierung in der DRM schlechter als im Vorjahr ist hängt mit der veränderten Punkteverteilung des Reglements zusammen. Nachdem wir im letzten Jahr noch beim Finale Chancen auf den DRM Gesamttitel hatten, wurde das Reglement für dieses Jahr so geändert, dass die kleinen Fahrzeuge nicht mehr soweit vorne fahren können. Ich betrachte das als einen Fehler.

2. Die ADAC Saarland-Rallye ist erneut das Saisonfinale der DRM. Welchen Stellenwert hat die Veranstaltung für dich?

Ohne Zweifel ist die Saarland Rallye für mich sehr weit oben im DRM-Kalender angesiedelt. Sie ist meine Heimatveranstaltung und bietet auch immer die beste Bühne, unsere Partner zu präsentieren.

3. Was ist für dich das Besondere an der ADAC Saarland-Rallye?

In den letzten Jahren haben sich die Prüfungen qualitativ von Jahr zu Jahr verbessert, insbesondere mit einem inzwischen sehr hohen Schotteranteil. Viele Fahrer aber auch Fans, die den Weg ins Saarland bisher noch nicht fanden unterschätzen die Rallye. Ein Blick auf die jährlichen Ausfallquoten erklärt vieles.

4. Auf was freust du dich denn am Meisten? Hast du eine Lieblingsprüfung im Saarland?

Mein persönliches Highlight in diesem Jahr ist der Shakedown in Piesbach, meinem Heimatort. Hier hab ich meine ersten „Auto-Gehversuche“ gemacht. Aber ich denke, dieser Shakedown verdient auch wirklich Abschlusstest genannt zu werden. Der Anspruch an Fahrer und Fahrwerk ist sehr hoch.

5. Welche Tipps kannst du deinen Fans und den zahlreichen Zuschauern geben?

Natürlich der Shakedown! Es gibt dort eine Stelle Rechts 3+ innen zwischen den Brombeerhecken hindurch. Naja, in meiner wilden Autolernphase wurden diese Brombeerhecken von allen Seiten getestet. Mal sehen, wie das diesmal klappt. Wer Schotter liebt, dem seien die letzten 800m der WP Lebacher Land empfohlen. Die sind wirklich wunderschön!

Und wer den Rundkurs in Dillingen mal etwas anders erleben möchte, dem empfehle ich die Einfahrt auf den Parkplatz an der Kirche. Die Passage ist dort sehr schnell. Es ist interessant zu sehen, wer wie spät bremst.

6. Was ist dein persönliches Ziel bei der ADAC Saarland-Rallye?

Zum Abschluss der DRM Saison möchte ich nochmals die Division gewinnen. Mit etwas Glück kommen wir auch noch in der DRM Gesamtwertung und der Zweiradwertung etwas weiter nach vorne.